Eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause bedeutet nicht, dass eine einzige Person Tag und Nacht arbeitet. Sie bedeutet, dass jederzeit jemand da ist, der die Situation kennt. Damit das gelingt, braucht es ein kleines Team, klare Übergaben und eine feste Ansprechperson.

Wann eine Betreuung rund um die Uhr sinnvoll ist

Die Frage stellt sich meist in einer dieser Situationen: nach einem Spitalaufenthalt, wenn jemand nachts Hilfe braucht oder stürzen könnte; bei fortschreitender Demenz, wenn das Alleinsein nicht mehr sicher ist; in der letzten Lebensphase, wenn ein Mensch zu Hause bleiben möchte; oder wenn Angehörige die Betreuung nicht mehr allein tragen können. Die Spitex leistet in solchen Situationen wichtige Einsätze, kann aber in der Regel keine durchgehende Präsenz abdecken.

Drei Fragen, die zuerst geklärt werden

  1. Wie viel Pflege braucht es tagsüber? Körperpflege, Medikamente, Mobilisation, Wundversorgung oder vor allem Begleitung und Sicherheit?
  2. Was passiert in der Nacht? Reicht eine Person, die im Haus schläft und bei Bedarf aufsteht, oder braucht es eine wache Nachtpräsenz?
  3. Wer ist verantwortlich? Wer koordiniert das Team, spricht mit der Ärztin oder dem Arzt und informiert die Familie?

Wie ein Betreuungsteam aufgebaut ist

Rund um die Uhr heisst: mehrere Personen, die sich nach einem festen Plan ablösen. Wichtig sind eine Bezugsperson, die die Klientin oder den Klienten gut kennt, saubere Übergaben mit kurzer Dokumentation und eine geregelte Vertretung bei Ferien oder Krankheit. Bei Kati Care ist Kati selbst die feste Ansprechperson und zieht bei Bedarf weitere dipl. Pflegefachpersonen HF bei.

Das Zuhause vorbereiten

Ein kurzer Rundgang lohnt sich: Gibt es Stolperfallen? Ist das Bad sicher? Braucht es ein Pflegebett? Wo kann die Betreuungsperson in der Nacht sein? Liegen Medikamentenplan, Notfallnummern und Schlüssel bereit?

Schritt für Schritt: die Organisation in der Praxis

1. Den Bedarf aufschreiben

Notieren Sie, wobei Unterstützung nötig ist: Körperpflege, Mobilität, Medikamente, Essen, Termine und die Nacht. Halten Sie auch Gewohnheiten fest, die wichtig sind, etwa Aufstehzeiten, Lieblingsspeisen oder Rituale am Abend.

2. Zuständigkeiten klären

Klären Sie, wer Entscheidungen trifft und wer informiert wird. Gibt es einen Vorsorgeauftrag, eine Vollmacht oder eine Patientenverfügung, gehören diese Unterlagen von Anfang an dazu.

3. Einen Einsatzplan erstellen

Der Plan legt fest, wer wann im Einsatz ist, wann Übergaben stattfinden und wer bei Ferien oder Krankheit übernimmt. Ein fester Rhythmus gibt der betreuten Person Sicherheit.

4. Informationen bereitlegen

Eine gut geführte Mappe erleichtert jede Übergabe: aktueller Medikamentenplan, Arztberichte, Notfallnummern, Kontaktdaten der Angehörigen und Hinweise zu Schlüsseln und Hausregeln.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Zu spät planen: Wer erst in der Krise sucht, hat wenig Zeit. Besser ist es, früh mit der Planung zu beginnen.
  • Alles auf eine Person verteilen: Eine einzelne Person kann nicht Tag und Nacht da sein. Planen Sie ein Team und eine Vertretung ein.
  • Unklare Kommunikation: Ohne feste Ansprechperson gehen Informationen verloren.
  • Wünsche übergehen: Die betroffene Person sollte so weit wie möglich mitentscheiden, wie ihr Alltag aussieht.

Die erste Woche: eine kurze Checkliste

  • Erster Tag: ausführliche Übergabe, Rundgang durch die Wohnung, Medikamentenplan gemeinsam durchgehen.
  • Erste Nacht: klare Absprachen, wie die Betreuungsperson gerufen wird und wer bei einem Notfall informiert wird.
  • Nach einigen Tagen: kurze Besprechung mit der betreuten Person und den Angehörigen: Was läuft gut, was soll anders werden?
  • Nach einer Woche: Einsatzplan und Abläufe bei Bedarf anpassen.

So beginnt die Zusammenarbeit mit Kati Care

Am Anfang steht ein vertrauliches Erstgespräch. Wir klären Bedarf, Beginn und Zuständigkeiten, halten die vereinbarten Leistungen schriftlich fest und passen die Betreuung an, wenn sich die Situation verändert. Wie die exklusive 24-Stunden-Betreuung bei Kati Care im Detail aussieht, lesen Sie auf der Seite Exklusive 24-Stunden-Betreuung zu Hause.

Häufige Fragen

Wie viele Personen braucht eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause?

Das hängt vom Bedarf ab, besonders in der Nacht. Weil auch für Betreuungspersonen Arbeits- und Ruhezeiten gelten, braucht es immer ein kleines Team, das sich nach einem festen Plan abwechselt.

Wie schnell kann eine Betreuung rund um die Uhr beginnen?

Nach dem Erstgespräch planen wir den Beginn gemeinsam. Steht ein Spitalaustritt bevor, lohnt es sich, früh Kontakt aufzunehmen, damit das Team rechtzeitig bereitsteht.

Kann die Betreuung später angepasst werden?

Ja. Wenn sich der Gesundheitszustand oder die Situation der Familie verändert, passen wir Umfang und Einsatzzeiten gemeinsam an.

Wie lange im Voraus sollte man eine 24-Stunden-Betreuung planen?

Am besten, sobald sich abzeichnet, dass mehr Unterstützung nötig wird, zum Beispiel vor einem geplanten Spitalaustritt. Dann bleibt Zeit für ein Erstgespräch, einen Einsatzplan und eine gute Übergabe.

Was gehört in die Informationsmappe für das Betreuungsteam?

Der aktuelle Medikamentenplan, Arztberichte, Notfallnummern, die Kontakte der Angehörigen, Hinweise zu Gewohnheiten sowie Unterlagen wie Vorsorgeauftrag oder Patientenverfügung, sofern vorhanden.

Möchten Sie besprechen, ob eine Betreuung rund um die Uhr für Ihre Familie passt? Vereinbaren Sie ein vertrauliches Gespräch.

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